KONTEMPLATION

„Im Gebet der Ruhe wirst du erkennen, dass du nicht durch dein Wollen oder Denken weitergeführt wirst, sondern die Erfahrung tiefer Versenkung und Ruhe ein Geschenk an dich ist. Versuche nicht, diese Befindlichkeit, die mit so Wunderbarem verbunden ist, festzuhalten. Du kannst auch den Tag nicht anhalten, wenn die Nacht hereinbrechen will. Das für dich bereitstehende große Geschenk darfst du bedenkenlos annehmen und dafür danken. Weder kannst du es vergrößern noch verkleinern, weder danach verlangen noch es festhalten.“
Teresa von Avila (1515-1582)

Die Kontemplation ist eine alte christliche Gebetsweise, die unter verschiedenen Namen bekannt ist. Man spricht in der Tradition vom Stillen Beten, dem Inneren Gebet, dem Herzensgebet, dem Jesus-Gebet, dem kontemplativen Beten oder eben der Kontemplation. In den letzen Jahrzehnten hat sich auch der Begriff Meditation durchgesetzt. Dieses Wort meint in christlicher Tradition allerdings etwas anderes, nämlich die Schrift-Meditation. Deshalb verwenden wir hier den Begriff Kontemplation.

Das kontemplative Beten ist in der Geschichte von vielen Heiligen und Nicht-Heiligen geübt und beschrieben worden. Wichtige Persönlichkeiten sind Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz oder Meister Eckehart. In der jüngeren Vergangenheit von Ordensleuten wie Thomas Keating, John Main und Willigis Jäger, um nur wenige zu nennen. Wir folgen mit den Angeboten dieser Website meist dem Weg von Franz Jalics SJ, der in Gries (Oberfranken) lebt und lehrt.